Donnerstag, 26. März 2015

Stand der Dinge - März '15

Oh Mann, ich bin vor zehn Minuten mit meiner Hausarbeit fertig geworden und mache mich jetzt an diesen Blogpost. Innerhalb der nächsten Woche wird außerdem das Buch fertig und (aller Wahrscheinlichkeit nach) könnt ihr euch am kommenden Donnerstag auch noch über eine brandneue Kurzgeschichte von mir freuen - kostenlos, hier auf dem Blog. Hört sich das so an, als würde ich viel Zeit vor einem Bildschirm verbringen, zurückgezogen in die eigenen Gedanken? Na gut, so ist es auch. Aber das ist gar nicht so schlimm, wie es klingt: klick mich.

Der Stand der Dinge sieht insgesamt sehr gut aus. Mein Körper sehnt sich zwar nach einem Tag ohne Tastengetippe, ohne Laptop und ohne stundenlanges Starren auf Worte, aber darauf höre ich nicht. Körper halt - überbewertet. An dieser Stelle möchte ich allerdings einmal etwas loswerden: wenn euch jemals ein Mensch weismachen möchte, dass es ja eine furchtbare Bürde ist, ein Autor zu sein, dass niemand die innere Zerissenheit nachvollziehen kann, die entsteht, wenn man sich in seine Charaktere reinfühlt, oder dass die Abgeschiedenheit des Schreibens an den Nerven zerrt - glaubt das nicht. Möglicherweise gibt es Schriftsteller, die ihren Beruf (oder ihr Hobby) so wahrnehmen und sich dementsprechend inszenieren, aber meiner bescheidenen Meinung nach ist das Quatsch. Ich kenne sehrwohl das Gefühl unter meinem schriftstellerischen Schaffen begraben zu werden, aber das habe ich mir selbst so ausgesucht. Und das ist der Knackpunkt: ausgesucht! Ein Buch zu schreiben ist keine Bürde. Eigentlich ist es fast schon ein Privileg, auch wenn es nicht so sein sollte. Man braucht Zeit, man braucht die technische Ausstattung (ob nun PC, Schreibmaschine oder Stift + Papier) und eine gute finanzielle Rückendeckung, wenn man es nicht hauptberuflich tut. Und manchmal sogar dann, denn es können bei weitem nicht alle Autoren von ihrem Autorendasein leben. In gewisser Weise muss man es sich schon erlauben können. Oder man bringt sehr viel Kraft und Disziplin dafür auf - und die Leute, die das tun, werden sich wohl kaum darüber beschweren.

So, entschuldigt bitte diesen kurzen Exkurs in fremde Gefilde. Lasst uns zu dem zurückkehren, worum es hier eigentlich geht. Uns auf das Wesentliche konzentrieren. Die wichtigen Dinge in den Fokus nehmen. Lasst uns über mich reden.

Oben habe ich den Stand der Dinge ja eigentlich schon vorweggenommen: Stand der Dinge ist, dass das Buch endlich fertig wird. Darauf einen dreifachen Toast und ein lautes: Hört, hört. Ich habe nur noch fünf Kapitel vor mir, dann ist mein erster richtiger Roman fertig. Damit ihr ein besseres Bild vom Verhältnis bekommt: insgesamt wird er 40. Kapitel haben - außer daran ändert sich noch einmal etwas. Die Wahrscheinlichkeit ist zwar gering, aber möglich ist es. Denn die Version, mit der ich nächste Woche abschließen werde, ist die erste. Damit ist das Buch zwar fertig geschrieben, aber noch nicht fertig. Der April wird daraus bestehen, jedes Kapitel noch einmal Korrektur zu lesen und Ergänzungen sowie kleine Änderungen vorzunehmen. Aus diesem Prozess geht der zweite Entwurf hervor. Diese Fassung reiche ich im Mai an fleißige Testleser und unter Zuhilfenahme des Feedbacks, das ich bekomme, werde ich mich schließlich an die dritte und finale Version setzen. Und dann ist das Buch fertig. Cool? Cool!

Falls es euch interessiert: das Buch wird einen Umfang von ungefähr 195.000 Wörtern haben. Zum Vergleich: Die Gefährten hat knappe 190.000, Harry Potter und der Feuerkelch bewegt sich auch bei 195.000 - zumindest laut dem, was ich im Internet gefunden habe. Selbst nachgezählt habe ich nicht. Wenn sich da jetzt zufällig jemand berufen fühlt, dann darf er mich anschließend gerne korrigieren. Man sieht schon - es ist länger geworden als geplant. Ob das nun gut oder schlecht ist, weiß ich nicht. Das müssen wahrscheinlich die Leser entscheiden. (Also ihr, die ihr mein Opus Magnum gewiss kaufen werdet, nicht wahr? Nicht wahr?!)

Bis hierhin bin ich ziemlich zufrieden mit dem, was ich da auf's Papier gebracht habe. Weitere Arbeitsschritte werde ich euch natürlich nicht vorenthalten, auch im April und Mai wird es jeweils ein Stand der Dinge geben. Und dann könnt ihr euch hoffentlich im Sommer endlich ein eigenes Bild von meiner Arbeit machen. Da ich natürlich nicht unter Langeweile leiden will, steht das nächste Projekt auch schon in den Startlöchern. Ich kann schon einmal so viel verraten: es wird cool. Damit habt ihr nicht gerechnet, oder? Tja, ich überrasche halt immer wieder.

Wie gesagt, nächste Woche gibt's eine brandneue Kurzgeschichte, die nichts mit meinem bisherigen Universum zu tun haben wird. Nigelnagelneu und frisch geschrieben, nur für meine treuen Blogleser - genau, ihr habt richtig gehört. Nur für euch zwei! Im gleichen Atemzug werde ich dann auch die weiteren Blogthemen für Mai ankündigen (und mit 100 % Wahrscheinlichkeit wird Bloodborne dabei sein, yeah!). Haltet die Ohren steif!

Keine Kommentare: