Donnerstag, 14. Mai 2015

Max hat - einen technischen Defekt

Wir haben den 14. Mai und mir bleiben noch zwei Wochen Zeit, um die Probefassung meines Buches zu erreichen. Ich stecke mitten im zweiten Entwurf und habe noch einiges zu überarbeiten und zu ändern. Außerdem muss ich das letzte Kapitel noch schreiben - was ich erst tun werde, wenn der zweite Entwurf fertig ist. Noch dazu gibt es einen Blog zu betreiben und einige Aufgaben für die Universität zu erledigen.

Ich zähle das nicht auf, weil ich damit überfordert bin und ein bisschen Mitleid erhaschen will - ich zähle das auf, um einmal mehr zu beweisen, dass technische Geräte tatsächlich so etwas wie eine Persönlichkeit haben müssen. Und zwar eine sehr boshafte.

Wie immer, wenn man so kurz vor der Fertigstellung eines wahren Mammutprojekts ist, entscheidet sich der Laptop, auf den man angewiesen ist, dazu, kurzerhand den Freitod zu wählen. Kurz gesagt: mein PC hat den Geist aufgegeben. 

Gestern schrieb ich die erste Hälfte für den Blogeintrag, der eigentlich heute erscheinen sollte (Wie Geister im Schnee - Zwei, ihr erinnert euch), als mein Laptop mir anzeigte, dass nur noch 10 % Akku vorhanden seien - diese Aufforderung nahm ich selbstverständlich ernst und sofort griff ich nach dem Stecker des Ladekabels. Ruck zuck verschwand der Adapter im Laptop, doch sogleich sah ich, dass er sich weigerte, zu laden. 9 % Akku also. Ich zog das Kabel wieder heraus, steckte es noch einmal rein. Keine Reaktion. 8 % Akku. Vielleicht nur ein Fehler. Schnell den Laptop zugeklappt und im Standby-Modus das Ladekabel angeschlossen - aber das Lämpchen, welches mir sagen soll, dass der Laptop lädt, schwieg weiterhin. 7 %. Den Laptop wieder aufgeklappt, aber da ließ er sich bereits nicht mehr anmachen. Heftiges Hämmern auf die Powertaste ist in vielen Lebenslagen die richtige Lösung - gestern war sie es nicht.

(Es liegt wohl weder am Akku noch am Ladekabel, sondern an der Buchse im Laptop - also genau die Stelle, die man als Laie nicht selbstständig austauschen kann. Die Garantie ist übrigens im Dezember abgelaufen. Was? Wer hat da Sollbruchstelle gesagt? So etwas verbitte ich mir!)

Tja, so ist das halt mit technischen Geräten. Sobald man sich dazu hinreißen lässt, eine Abhängigkeit einzugehen, wird man mit heimtückischem Verrat, Schmerz und bitterer Enttäuschung bestraft. Ist aber alles halb so wild, am Sonntag bekomme ich ein Ersatzgerät und dann reiche ich den zweiten Teil der Kurzgeschichte so schnell es geht nach. Außerdem bin ich über's Wochenende in Berlin und schaue mir da die "Game of Thrones - Exhibition" an - meine gute Laune ist deshalb nicht zu trüben. Nicht einmal durch plötzlichen Laptop-Verlust (auch, wenn es ein verdammtes Drecksding ist, dass ich am liebsten ... und danach ... und schließlich mit einem großen Hammer ... bis es nur noch ... um es schließlich aus dem Fenster zu werfen.)

Es tut mir Leid, dass ich euch heute nur dieses kurze Update geben kann und nicht - die damit schon zum zweiten Mal verschobene - zweite Folge der Kurzgeschichte, aber es soll wohl nicht sein. Ich hoffe, dass eure technischen Geräte etwas loyaler sind, und wünsche ich euch ein schönes, langes Wochenende.

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