Mittwoch, 25. November 2015

Stand der Dinge - November '15

Letztes Mal ging es beim Stand der Dinge richtig rund. Im September und Oktober ist nämlich wirklich viel passiert. Mein Roman war erschienen und ich umgezogen, sodass sich gute Laune und viel Motivation in mir ausbreiteten. Im November hingegen... Nun ja, lest selbst.

Der November war in meinem Fall nämlich geprägt von Krankheit. Arztbesuch reihte sich an Arztbesuch und aus irgendeinem Grund fühlte ich mich von allen bekannten und unbekannten Seuchen, Bazillen, Viren und sonstigen Erregern permanent verfolgt. Inzwischen kam heraus: mehr als die Hälfte meiner Beschwerden waren reine Symptome, ohne, dass ich im medizinischen Sinne "etwas hatte". Meine Angst und der damit einhergehende Stress haben mich tatsächlich einfach "krank" gemacht. Nocebo nennt man so etwas. Gedanken und Ängste haben mehr Macht über den Körper, als ich wusste.

Gut gemeinter Ratschlag an alle Leute, denen es ähnlich geht: nicht im Internet recherchieren. Wenn ihr etwas habt und euch sicher seid, dass ein Arztbesuch ratsam wäre, dann geht einfach hin. Schaut nicht im Internet nach, was eure Beschwerden für Ursachen haben könnten. Das Internet ist in vielen Dingen sehr hilfreich, in dieser Hinsicht hat es mich aber nur noch kränker gemacht. Von jeder Form der Selbstdiagnose rate ich also vehement ab, insbesondere übers Netz!

Aber der November sah nicht nur schlecht und grau aus - na gut, außer beim Wetter vielleicht. Ich erreichte in diesem Monat nämlich zweierlei Positives: erstens kam ich beim neuen Projekt äußerst gut voran und zweitens habe ich eine ganze Reihe an Büchern, Filmen und Serien verschlungen. Unterm Strich sieht der November also doch noch ganz okay aus.

Zu den Filmen, Serien und Büchern zuerst:

Ash vs Evil Dead - die ersten beiden Folgen waren schon ganz gut, bei der dritten und vierten dreht die Serie dann aber richtig auf! Sehr, sehr empfehlenswert. Nur für meinen Geschmack noch etwas zu viele CGI-Effekt. Aber Bruce Campbell ist als Ashley Williams wieder überragend! (Groovy...)

One Punch Man - für Animefans sicher der Tipp des Jahres. So viele Anspielungen und Verweise auf andere Animes, dass es ein richtiges "Meta-Fest" ist. Wer sich in der Welt von Anime und Manga etwas auskennt, wird mit dieser Serie jede Menge Spaß haben.

Edge: The Loner - bisher gibt es nur die Pilotenfolge auf Amazon Instant Video. Aber die hat es wirklich in sich. Western-Edeltrash vom feinsten und ganz wie es sich gehört: blutig, trocken, brutal und bis oben hin vollgestopft mit Zitaten auf das Who-is-Who der Westernfilme. Plus: Ryan Kwanten als grenzgenialer Bösewicht.

Call the Midwife - eine historisch orientierte BBC-Serie... "Wow, das ist ja mal was ganz Neues", werden die meisten hämisch sagen - aber in diesem Fall zu Unrecht! Call the Midwife basiert auf den Memoiren einer Hebamme, die in den 50er Jahren im Londoner East-End arbeitete. Die Geschichten, die diese Serie erzählt, sind rührend, tragisch, komisch, ergreifend und einfach schön mit zu erleben. Die Serie lebt von dieser Art von Zauber, die z.B. auch "Ziemlich beste Freunde", "Die fabelhafte Welt der Amelie" oder "Lost in Translation" innewohnt. Wirklich mein (Geheim-)Tipp des Jahres (obwohl es die Serie sogar schon ein paar Jährchen gibt)!

Lockwood & Co - die neue (Jugend-)Buchreihe von Jonathan Stroud kommt nicht ganz an Bartimäus ran (zumindest den ersten Teil von Bartimäus), ist aber ebenfalls sehr unterhaltsam und erfrischend präzise und simpel geschrieben. Wer ein schnell erzähltes Urban-Fantasy/ Young-Adult/ Ghosthunter-Buch für den Winter sucht, der ist mit Lockwood sehr gut bedient. Plant beim Lesen Tee und Kekse ein.

Alles steht Kopf - in diesem Fall gilt: believe the hype! Bester Pixarfilm seit... seit... nun ja, seit langer Zeit. Vielleicht auch der beste Pixarfilm überhaupt. (Und hört mir auf mit Toy Story...)

The Visit - schöner Shyamalan Streifen mit interessanter Meta-Ebene, die viele Kritiker vor den Kopf gestoßen haben dürfte. Die Story ist gut, der obligatorische Twist nicht zu vorhersehbar und die Schocks gut platziert. Kein Meisterwerk, aber ein sehr feiner Found-Footage-Film.


So viel zu meinen Empfehlungen. Kommen wir nun zum noch spannenderen Teil - was könnte spannender sein, als die Präsentation meines erlesenen Geschmacks, fragt ihr? Nun, die Präsentation meiner fantastischen Schreibkünste natürlich!

Derzeit sitze ich noch an den Planungen für mein neues Projekt. Das habe ich schon beim letzten Stand der Dinge geschrieben und seitdem ist objektiv betrachtet auch nicht besonders viel passiert. Was ich nun mit ziemlicher Sicherheit sagen kann, ist, dass die Geschichte sich über fünf Bände erstrecken wird. Eine Pentalogie also, um es im Autorenslang zu sagen.

Ich habe den November größtenteils damit zugebracht, mein Kompendium fertigzustellen. Im Kompendium sind alle Informationen über die Welt aufgeführt, in der die nächste Reihe stattfinden wird. Es ist inzwischen ungefähr 100 Buchseiten stark - ihr merkt schon, die Welt wird groß und es gibt einiges darüber zu erzählen.

Während des klassischen Worldbuildings, das ich betrieb, stieß ich zwar auf einige Hürden, aber das Kompendium ist nun fertig. Derzeit sitze ich noch am Plot. Dabei bin ich zwar schon so weit, dass ich anfangen könnte, zu schreiben, aber diesmal will ich wirklich alles in trockenen Tüchern habe, bevor ich mit dem ersten Kapitel anfange. Ich habe keine Lust, rückwirkend noch hundertmal drüber gehen zu müssen. Also feile ich erst die Story der kompletten fünf Bücher bis ins Detail aus und dann werde ich anfangen zu schreiben.

Das wird bestimmt noch ein, zwei Wochen dauern, aber dafür wird die Geschichte richtig gut und in sich schlüssig! Die Arbeit, mit der ich mich zurzeit aufhalte, wird sich also mit Sicherheit bezahlt machen! Die "Scherben-Pentalogie", wie der Arbeitstitel lautet, wird erst 2017 ihren Weg zu euch finden, denn dann soll der erste Teil erscheinen. Das ist aber gar nicht schlimm, denn bis dahin habe ich jede Menge auf meinem Blog zu erzählen. Und außerdem bin ich dann hoffentlich schon berühmt, weil Karasu endlich den verdienten Durchbruch feiert. Das ist schließlich Weltliteratur, die ich da verfasst habe! Unter dem Nobelpreis verkaufe ich mich nicht...

Im neuen Jahr werde ich mit weiteren Details und ersten Storybeschreibungen rausrücken, sodass ihr schon 2016 anfangen dürft, mein neues Werk kräftig zu hypen. Bis dahin übe ich mich allerdings noch in meiner altbekannten Bescheidenheit und verabschiede euch mit einem fröhlichen: bis bald!

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